Hier bei uns: Standort Lausitz

Hier bei uns: Standort Lausitz
Wissenschaftlich geprüft, europaweit konkurrenzfähig

Warum die Lausitz optimal geeignet ist

Die Lausitz ist außergewöhnlich gut dokumentiert: Zehntausende Bohrungen, hunderttausende Messpunkte und digitalisierte Untergrunddaten aus mehreren Jahrzehnten liefern ein detailliertes Bild des Granodiorits. Die Daten zeigen: Das Gestein ist homogen, stabil und nur gering tektonisch gestört. Tonige Deckschichten begrenzen Grundwasser, und die dünn besiedelte Region sorgt für besonders ruhige Bedingungen im Untergrund.

Lausitzkarte

Standortprüfung: Wissenschaftlich fundiert und klar strukturiert

In der Lausitz läuft derzeit eine umfassende Standortprüfung nach einem klar strukturierten, wissenschaftlichen Plan. Die Untersuchungen zur präzisen Standortbestimmung konzentrieren sich auf den Landkreis Bautzen in der Region zwischen Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda. Weitere Tiefbohrungen, seismische Messprogramme, geotechnische Analysen und Modellierungen des Untergrunds werden durch Tunnel- und Machbarkeitsstudien ergänzt. So wird die Grundlage geschaffen, damit die Lausitz sich einer europäischen Standortentscheidung nach transparenten und vergleichbaren wissenschaftlichen wie wirtschaftlichen Kriterien stellen kann.

Innovation und Hightech

Sachsen ist ein starker Hightech-Standort mit international sichtbaren Clustern, insbesondere in Mikroelektronik und Halbleitern. Leistungsfähige Industrie- und Technologiebetriebe schaffen ein forschungsnahes Umfeld mit hoher Wertschöpfung und vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten. Zudem bietet die sächsische Forschungslandschaft herausragende Expertise und ein enges nationales sowie europäisches Netzwerk – ideale Voraussetzungen für Großforschungsprojekte wie das Einstein Telescope.

Männlich gelesene Person mit kurzen braunen Haaren blickt in die Kamera.

Der Lausitzer Granit bietet außergewöhnliche Stabilität und Homogenität. Das sind ideale Voraussetzungen für ein unterirdisches Observatorium, die man nur selten auf der Welt findet. Zusammen mit der vorhandenen Forschungsinfrastruktur und der ausgewiesenen Expertise am Standort Lausitz entsteht ein wissenschaftlich belastbares Gesamtpaket.

Prof. Andreas Rietbrock
Wissenschaftlicher Co-Leiter der Machbarkeitsstudie zum künftigen Einstein Telescope in der Lausitz
Weiblich gelesene Person spricht in ein Mikrofon.

Die Technische Universität Dresden als Exzellenzuniversität bietet genau die interdisziplinären Kompetenzen auf Spitzenniveau, die das Einstein Telescope benötigt – von Hochleistungsrechnen über KI-gestützte Datenanalyse bis hin zu Optoelektronik und Präzisionsmesstechnik. Mit unserem internationalen Masterstudiengang "Astrophysics and Technological Methods" schaffen wir zudem die Grundlage, um weltweit Talente für dieses Forschungsfeld zu gewinnen und weiterzuentwickeln.

Prof.in Ursula M. Staudinger
Rektorin Technische Universität Dresden
Männlich gelesene Person spricht in ein Mikrofon.

Der sächsische Wirtschaftsstandort ist hervorragend aufgestellt. Bereits heute ist Sachsen das größte Mikroelektronik-Cluster Europas. Aktuell werden rund 16 Milliarden Euro in neue Halbleiterwerke investiert. Das zeigt: Wir können komplexe Großprojekte erfolgreich umsetzen und sind stark im Umgang mit Hochtechnologie – sowohl in der Wissenschaft als auch in der Industrie.

Frank Bösenberg
Geschäftsführer Silicon Saxony

Spitzenreiter in geologischer Datentiefe

Was die Lausitz im europäischen Vergleich besonders auszeichnet, ist die außergewöhnlich dichte Datenbasis. Die Region verfügt über:

  • mehr als 34.000 dokumentierte Altbohrungen

  • rund 194.000 geophysikalische Messpunkte

  • etwa 970 kartierte geologische Aufschlüsse

  • eine systematisch digitalisierte Untergrunddokumentation aus mehreren Jahrzehnten

Im Rahmen der sächsischen Rohstoffstrategie wurden diese Daten systematisch erhoben, archiviert und digitalisiert. Damit zählt die Lausitz heute zu den am besten geologisch charakterisierten Regionen Europas.