Landkreis Bautzen steht geschlossen hinter Einstein Telescope

Landkreis Bautzen steht geschlossen hinter Einstein Telescope
23. September 2026

Starkes Signal aus der Lausitz

Projektupdate

Der Landkreis Bautzen und SSG-Kreisverband Bautzen haben die Unterstützungsschreiben aller 57 Städte und Gemeinden des Landkreises für die Bewerbung der Lausitz um das Einstein Telescope offiziell an das Projektteam „Einstein Telescope Lausitz“ der TU Dresden übergeben. Damit setzen die Kommunen gemeinsam ein klares Zeichen für die Bewerbung der Region.

Übergabe der Unterstützungsschreiben aus dem Landkreis Bautzen.

Im Rahmen der Bürgermeisterkonferenz des SSG-Kreisverbandes Bautzen haben der Landkreis Bautzen und der SSG-Kreisverband die gesammelten Unterstützungsschreiben an das STARK-Projektteam „Einstein Telescope Lausitz“ der Technischen Universität Dresden überreicht. Damit stellen sich die Kommunen und der Landkreis geschlossen hinter die Bewerbung der Lausitz um eines der bedeutendsten geplanten Forschungsinfrastrukturprojekte Europas. Denn der Landkreis Bautzen wäre der zentrale Standort für das Einstein Telescope, sollte die Lausitz den Zuschlag erhalten.

Landrat Udo Witschas betont die Bedeutung des Projekts für die Region: „Die Lausitz hat im Strukturwandel bereits viel erreicht. Jetzt geht es darum, diese Entwicklung langfristig zu sichern und neue Perspektiven zu schaffen. Das Einstein Telescope wäre dafür ein entscheidender Impuls – für Wissenschaft, Wirtschaft und die Menschen in unserer Region.“

Auch Heiko Driesnack, Bürgermeister der Stadt Königsbrück und Vorsitzender des SSG-Kreisverbandes Bautzen, sieht in der gemeinsamen Unterstützung ein klares Bekenntnis der Kommunen: „Dass alle 57 Städte und Gemeinden des Landkreises Bautzen die Bewerbung unterstützen, ist ein starkes Signal. Die Kommunen stehen geschlossen hinter dem Einstein Telescope, weil wir überzeugt sind, dass dieses Projekt der Lausitz und ganz Ostdeutschland neue Chancen eröffnen kann.“

Bürgermeisterkonferenz am 23. September 2026 in Königsbrück.
Christian Stegmann bei der Übergabe der Unterstützungsschreiben aus dem Landkreis Bautzen.

Prof. Christian Stegmann, wissenschaftlicher Co-Leiter des Einstein Telescope Lausitz, würdigte die Unterstützung aus dem Kommunen: „Die Lausitz hat schon in der Vergangenheit Großes geleistet. Sie denkt auch bei ihrer Zukunft groß und will sie aktiv gestalten. Ohne den breiten Rückhalt aus den Kommunen wäre das Projekt nicht möglich. Das Einstein Telescope steht für Forschung auf Weltniveau. Wenn dieses Observatorium in der Lausitz gebaut wird, würde die Region zu einem internationalen Zentrum der Gravitationswellenforschung werden."

Prof. Andreas Rietbrock, wissenschaftlicher Co-Leiter des Einstein Telescope Lausitz, erklärte: "Die Lausitz bringt hervorragende Voraussetzungen für das Einstein Telescope mit: stabile geologische Bedingungen, geringe seismische Störungen und eine Region mit großer technischer Kompetenz. Der breite Rückhalt aus den Kommunen zeigt, dass hier nicht nur die wissenschaftlichen Voraussetzungen stimmen, sondern auch der Wille da ist, ein solches europäisches Großprojekt gemeinsam zu verwirklichen.“

Andreas Rietbrock bei der Übergabe der Unterstützungsschreiben aus dem Landkreis Bautzen.
Gruppenbild Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zur Übergabe der Unterstützungsschreiben an das Projektteam „Einstein Telescope Lausitz“.

Mit der Übergabe der Unterstützungsschreiben setzen der Landkreis Bautzen und seine Städte und Gemeinden ein gemeinsames Zeichen für die weitere Bewerbung. Die Standortentscheidung für das Einstein Telescope wird im europäischen Wettbewerb auf Grundlage wissenschaftlicher, technischer und wirtschaftlicher Kriterien getroffen. Politische und gesellschaftliche Unterstützung vor Ort ist dabei ebenfalls ein zentraler Bestandteil der Bewerbung.